Das Profil der Realschule

Das Bildungsangebot der Realschule richtet sich an junge Menschen, die an theoretischen Fragen interessiert sind, in ihrer Entwicklung noch etwas Zeit brauchen und gleichzeitig praktische Fähigkeiten und Neigungen haben.

Der Realschulzweig vermittelt eine allgemeine und berufsvorbereitende Bildung.

An der Nikolaus-August-Otto-Schule beginnt der Realschulzweig ab dem siebten Schuljahr nach dem Besuch der Förderstufe. Die neu zusammengesetzten Klassen erhalten einen neuen Klassenlehrer, der seine Schüler bis zum Realschulabschluss begleitet. Es wird ein enger Kontakt zu den Eltern gewünscht, da der Kollege/die Kollegin nicht nur auf die Abschlussprüfungen vorbereitet, sondern sich auch um die weitere Laufbahn, sei es an weiterführenden Schulen oder im Berufsleben, kümmert.

Ab der Klasse 7 können die Schüler ihren Interessen entsprechend Schwerpunkte im Wahlpflichtunterricht wählen.
Sind sie an Sprachen interessiert und lernen diese leicht, so empfiehlt sich als zweite Fremdsprache Französisch zu wählen. Die Schülerinnen und Schüler lernen alltägliche Gesprächssituationen in der Fremdsprache zu bewältigen. Sie erfahren etwas über die geographischen, kulturellen und touristischen Besonderheiten Frankreichs und erschließen sich französische Texte. Gegebenenfalls erleichtert die Wahl der Sprache Französisch den Übergang in die Gymnasiale Oberstufe. Der Unterricht Französisch ist vierstündig.

Schülerinnen und Schüler, die eher handwerklich bzw. beruflich orientiert sind, haben die Möglichkeit, aus dem Ganztagsangebot der Nikolaus-August-Otto-Schule speziell gekennzeichnete Kurse anzuwählen. Der Wahlpflichtunterricht ist zweistündig.

  1. Bei diesem Angebot werden bestimmte Lernbereiche abgedeckt:
  2. Soziales Lernen (z.B. Streitschlichter, Schulsanitäter oder „Fit for Culture“ usw.)
  3. Handwerklich-Technisch-Naturwissenschaftliches Lernen (z.B. Holzarbeiten, Töpfern usw.)
  4. Musisch-Künstlerisches Lernen („Mode und Kunst“, Percussion, Chor, Orchester usw.)
  5. Informationstechnologisches Lernen (Robotik, Scratch usw.)

Ab der 8. Klasse bieten die Klassenlehrer in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Schullaufbahnberatungen an. Sie begleiten die Schülerinnen und Schüler beim Prozess der Berufswahl. Es wird der Berufswahlpass ausgegeben und bearbeitet, das BIZ (Berufsinformationszentrum) und die Ausbildungsmesse werden besucht.

Im 9. Schuljahr wird das 2-wöchige Betriebspraktikum vor- und nachbereitet. Eine abschließende Präsentation des Praktikums findet bei den Schülern der 8. Klasse großen Anklang. Betriebserkundungen werden durchgeführt und runden die Angebote der Berufsorientierung ab.
In der 10. Jahrgangsstufe findet die Abschlussprüfung statt. Sie unterteilt sich in zwei Bereiche, den mündlichen und den schriftlichen Teil. Die mündliche Leistung wird durch eine Hausarbeit und deren Präsentation erbracht. Auf diesen Prüfungsteil werden die Schüler während der vorangegangenen Schuljahre mit Hilfe eines Methodentrainingskonzeptes vorbereitet.

Die schriftlichen Aufgaben werden für alle Schulen in Hessen zentral vom Hessischen Kultusministerium gestellt. Hier bietet die Schule im laufenden Schuljahr Vorbereitungskurse im Ganztagsprogramm an. Sie finden im Internet unter dem Suchbegriff „Zentrale Abschlussprüfung Hessen“ Informationsmaterial zu den vorherigen Abschlussprüfungen.

Bei Bestehen der Prüfung erhalten die Schülerinnen und Schüler das Zeugnis über den Realschulabschluss (= mittlerer Schulabschluss) mit einer Gesamtnote, die sich aus den Abschlussprüfungsnoten und den Zeugnisnoten berechnet. Bei einer guten Gesamtnote und dem entsprechenden Notenprofil erhalten die Schüler den Qualifizierenden Realschulabschluss, der zum Besuch einer weiterführenden Schule (GOS/Gymnasiale Oberstufe, FOS/Fachoberschule, 2-jährige Höhere Berufsfachschule) berechtigt.

Sabine Theis, Realschulzweigleiterin