Erben oder sterben?

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Der Zufall führt sechs Millionäre in einem Café zusammen: Eine Psychologin mit gespaltener Persönlichkeit, eine Psychopathin mit panischer Angst vor Bakterien und Viren, einen launischen Zahnarzt einen schwulen Modedesigner, eine neureiche Landpflanze und eine erfolgreiche Sängerin.

Weil sie sich vom gewöhnlichen, armen Volk nicht als Leistungsträger ankerkannt und schlecht behandelt fühlen, beschließen sie, dass ihr hart erarbeitetes Vermögen nicht am Ende ihres Lebens in die Hände von Proleten fallen soll und setzen sich gegenseitig als Erben ein. Der butler der Sängerin ist der richtige Mann, um die erforderlichen Finanztransfers in die Wege zu leiten und zu verschleiern.

Leider beginnt alsbald eine mysteriöse Todessserie. Der Zahnarzt wird mit einer Federboa erwürgt, die Psychopthin mit einem Buch erschlagen, die Psychologin vergiftet… Und immer, wenn der Inspektor und sein Assistent einen Verdächtigen ausgemacht und einen Bericht verfasst haben, ist dieser alsbald das nächste Opfer. Erst ganz zum Schluss findet der Fall eine überraschende Lösung.

Frau Spieker und ihre beiden Gruppen – die Theater-AG und der Oberstufenchor haben den selbst verfassten Krimi wunderbar in Szene gesetzt. Die Hauptakteure können mit viel Spielfreude  und Witz ihre jeweilige Klischeefiguren ausagieren. Ein minimalistisches Bühnenbild ermöglicht flotte Szenenwechsel. So hat der Chor die Gelegenheit jede Phase der Handlung mit schwungvoll choreographierten Songs einfühlsam und manchmal ironisch zu kommentieren.

Zwei Stunden bestes Boulevardtheater. Großer Applaus!