Das Profil der Realschule

Die Realschule vermittelt eine breite, allgemeinbildende und berufsvorbereitende Bildung.

Sie ist gekennzeichnet durch ein in sich geschlossenes Bildungsangebot, das auch berufsorientierte Fächer einschließt. Die Realschule vermittelt damit die Basis für eine Berufsausbildung und eine spätere qualifizierte Tätigkeit in einem weiten Bereich von praktischen und theoretischen Berufen. Ebenso kann die Realschule den Grundstein für eine weitere schulische Laufbahn, wie den Besuch einer Fachoberschule oder einer gymnasialen Oberstufe, legen.

Die Schülerinnen und Schüler der Realschule erhalten die erforderliche Zeit und pädagogische Bindung für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, sowie die Entwicklung und Förderung ihrer Talente und Kompetenzen.

Ihr Ziel erreichen die Jugendlichen durch den erfolgreichen Besuch einer 10. Klasse und einer erfolgreich abgelegten Realschulabschlussprüfung. Die Realschule endet mit dem Realschulabschluss oder dem qualifizierten Realschulabschluss.

An der Nikolaus-August-Otto-Schule beginnt der Realschulzweig ab dem siebten Schuljahr nach dem Besuch der Förderstufe. Die neu zusammengesetzten Klassen erhalten eine neue Klassenlehrerkraft, die die Schülerinnen und Schüler in der Regel bis zum Realschulabschluss begleitet. Es wird ein enger Kontakt zu den Eltern gewünscht, da die die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer nicht nur auf die Abschlussprüfungen vorbereitet, sondern auch bei der weiteren Laufbahn des Jugendlichen, sei es an weiterführenden Schulen oder im Berufsleben, berät.

Ab der Klasse 7 können die Schüler ihren Interessen entsprechend Schwerpunkte im Wahlpflichtunterricht wählen.
Sind sie an Sprachen interessiert und lernen diese leicht, so empfiehlt sich als zweite Fremdsprache Französisch zu wählen. Der Unterricht Französisch ist vierstündig.

Die anderen Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, aus dem WPU und WPU+ Angebot der Nikolaus-August-Otto-Schule speziell gekennzeichnete Kurse anzuwählen. Der Wahlpflichtunterricht ist im 7. und im 8. Jahrgang ebenfalls vierstündig.

WPU Kurse für die 7. und 8. Klassen sind eher praktisch und handlungsorientiert ausgerichtet, um den jüngeren Schülerinnen und Schülern am Nachmittag einen Ausgleich zum theoretischen Fachunterricht zu bieten. Als Beispiel dafür stehen WPU Kurse wie „Garten AG“, „Töpfern“ und „Sport und Spiel“.

Bei den WPU Kursen für die 9. und 10. Klassen steht die Berufsorientierung im Fokus. Als Beispiel dafür stehen WPU Kurse wie, „Holzwerkstatt“, „Metallwerkstatt“, Vorbereitungskurse für die Fachoberschule oder die gymnasiale Oberstufe.

In den WPU+ Kursen stehen soziale und kulturelle Kompetenzen im Vordergrund. Das + steht dafür, dass diese Kurse auch von Gymnasial- und Hauptschülern angewählt werden können. Als Beispiel dafür stehen Kurse wie „Schulsanitäter“, verschiedene Chöre oder die „Digitalen Helden“.

Ab der 8. Klasse bieten die Klassenlehrer in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Schullaufbahnberatungen an. Sie begleiten die Schülerinnen und Schüler beim Prozess der Berufswahl. Es wird der Berufswahlpass ausgegeben und bearbeitet, das BIZ (Berufsinformationszentrum) und der Berufsparcour werden besucht. Kern der Berufsorientierung in Klasse 8 ist das zweiwöchige Betriebspraktikum direkt nach den Weihnachtsferien. Die Vorbereitung und Nachbereitung dieses Praktikums erfolgt im Fach Arbeitslehre, welches in der 8. Jahrgangsstufe dreistündig unterrichtet wird.

Im 9. Schuljahr folgt das zweite zweiwöchige Betriebspraktikum und dessen Präsentation auf der schuleigenen Praktikumsmesse. Am Ende des Schuljahres findet die sogenannte „Zukunftswoche“ statt. Neben einem Methodentraining für die kommenden Präsentationsprüfungen (Abschlussprüfungen) finden dort Betriebserkundungen bei regionalen Unternehmen, Hospitationen bei weiterführenden Schulen und ein Bewerbungstraining statt.

In der 10. Jahrgangsstufe findet die Abschlussprüfung der Realschule statt. Sie unterteilt sich in einen mündlichen und einen schriftlichen Teil. Die mündliche Leistung wird durch eine Hausarbeit und deren Präsentation in einem Nebenfach nach Wahl erbracht. Auf diesen Prüfungsteil werden die Schüler während der vorangegangenen Schuljahre methodisch vorbereitet. Die schriftlichen Aufgaben der Zentralen Abschlussprüfung in den drei Hauptfächern werden für alle Schulen in Hessen zentral vom Hessischen Kultusministerium gestellt. Die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen werden darauf von ihren Fachlehrern intensiv vorbereitet.

Eric Hofstiepel, Realschulzweigleiter