Weimarfahrt 2026 – Kulturgeschichte als außerschulischer Lernort (14.-18.09.2026)

Für die Schülerinnen und Schüler der Q1 stand im September wieder eine besondere außerschulische Lernreise auf dem Programm: die mehrtägige Fahrt nach Weimar, die in diesem Jahr von Frau Neubeck und Frau Mir Ahmad begleitet wurde. Im Mittelpunkt stand dabei erneut die Erfahrung, dass sich Kulturgeschichte an einem Ort wie Weimar nicht auf eine einzelne Epoche oder einen einzelnen Namen reduzieren lässt. Weimar ist ein Ort, an dem unterschiedlichste kulturelle, historische und politische Zeiten im Stadtraum unmittelbar erfahrbar werden – sowohl Höhepunkte als auch die absoluten Tiefpunkte deutscher Geschichte.
Den Auftakt bildete eine Einführung in Weimar als Ort überlagernder ‚Kulturschichten‘ aus Kunst und Politik. Bei einer Stadtrallye und einer Weimarer-Klassik-Tour erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Stadt selbstständig. Im Goethe-Wohnhaus, im Schillermuseum und bei der Auseinandersetzung mit der Faust-Ausstellung konnten sie sich intensiv mit der Weimarer Klassik beschäftigen.
Weitere Aspekte der Weimarer Geschichte wurden im Museum Neues Weimar und im Bauhaus-Museum sichtbar. Führungen und selbstständige Erkundungen eröffneten dabei den Blick auf die Kunst- und Kulturgeschichte der Moderne. Wahlangebote wie ein Besuch der Parkhöhle, im Haus der Weimarer Republik oder der Gedenkstätte Buchenwald erweiterten die Perspektive um naturwissenschaftliche, politische und erinnerungskulturelle Aspekte.
Die Fahrt zeigte wiederum eindrucksvoll, wie vielfältig ein außerschulischer Lernort sein kann. Weimar verbindet klassische Literatur und Kunst, Moderne und Bauhaus, Politik und Erinnerungskultur – und ermöglicht damit Lernen, das Unterrichtsinhalte über Fach- und Epochengrenzen hinweg miteinander verknüpft.